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Mein Lieblings-Zitat KW 45/16

Hängen geblieben ist bei mir diese Woche ein Artikel von Gaurav Kumar, der via dem Newsletter von jeffbecos.com den virtuellen Weg zu mir fand. In diesem mit dem Titel „A Powerful Insight Into Why Long Form Content Will Boost Your Conversions“ führt der Autor aus, dass es aus Business-Sicht um mehr gehen muss als nur wahr genommen zu werden; zum Erreichen von wirtschaftlich relevanten Wirkungen geht es viel mehr darum, Kunden zu gewinnen. Und dies gilt auch im Zeitalter des – zumindest thematisch – dominierenden Content Marketing.

Aus diesem Artikel mein Lieblings-Zitat der vergangenen Woche:

Short form content doesn’t help when it comes to filling your conversion funnel with sales ready leads.

Unabhängig ob analog oder digital: Immer wieder prallen zwei Blickwinkel bezüglich der primären Aufgabe der Marketing-Kommunikation aufeinander – das Primat „Wahrnehmung“ versus das Primat „Wirkung“. Meine Haltung dazu ist klar: Wahrnehmung erzeugt keinen Umsatz, sondern ist ein entscheidendes Fundament, um Wirkung zu erzeugen – und erst mit „wirkender“ Kommunikation kann ein Return on Marketing Investments erzielt werden. Und mir ging und geht es immer um die wirtschaftlich potentiellste Lösung.

Was auf Wirkung ausgerichtete Dialogmarketing-Spezialisten schon lange wissen, wird nun auch in diesem Artikel bestätigt. Ein kurzer Brief wird eher schnell überflogen – ein zweiseitiger Brief erzeugt jedoch mehr Responses. Voraussetzung ist natürlich, dass der Text inhaltlich als auch formal die dafür benötigte Qualität aufweist.

Im Artikel wird bewiesen, dass der Umfang von Content sehr stark korreliert mit der Position bei Google Search Abfragen. Dazu wird unter anderem eine Auswertung einer Untersuchung von serpIQ beigezogen. Die Schwäche dieser Beweisführung: Diese Untersuchung ist von 2012. Ist diese Aussage auch heute noch richtig? Dazu bin ich selbst etwas tiefer ins Netz eingestiegen und habe eine aktuellere Auswertung zu dieser Frage gefunden. 02_content-total-word-count_lineDiese stammt von backlinko.com, welche 2016 mehr als 1 Million Google Abfragen analysiert hat und auf einem leicht tieferen Niveau zur selben Aussage gelangt ist: Pages mit umfangreicherem Content dominieren die ersten Positionen der Abfragen. Während dem die Untersuchung von serpIQ noch von einer idealen Anzahl an Wörtern von rund 2’450 ausgeht, liegt diese Zahl bei backlinko im Bereich zwischen 1’900 und 2’000 Wörtern.

Alles in allem ist für mich dieser Artikel so interessant, da er in der eher analog geprägten Vergangenheit Gelerntes auch als richtig für die Kommunikation in einer digitalen Umgebung definiert. Was für mich zur Schlussfolgerung führt, dass bei Entscheidung über Marketing-Investitionen nicht zwischen Analog und Digital gewählt werden darf, sondern klar definiert werden muss, was erreicht werden soll.

Eine weitere Konklusion dieser Überlegungen: Marketing-Kommunikation ist auch weiterhin zuallererst keine Media- sondern eine inhaltliche Aufgabe. Übertragen auf eine Analogie aus dem Sport: Schön spielen ist auch weiterhin für die Tribüne, ist für die Unterhaltung  – doch was zählt, sind die Punkte, wenn etwas gewonnen werden soll.

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