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Mein Wochenzitat 52/16: Auf die Plätze …

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Wie häufig sind bestimmt auch Sie in den letzten Monaten der Aussage begegnet, dass sich die gefühlte Zeit immer mehr beschleunigt. Auch wenn dieses Gefühl objektiv falsch ist (siehe dazu auch das Interview mit dem Soziologen Hartmut Rosa aus dem Jahr 2010), so treibt

Zum Jahresausklang 2016 habe ich deshalb folgendes Zitat von Ephraim Lessing gewählt:

“Der Langsamste, der sein Ziel nicht aus den Augen verliert, geht noch immer geschwinder als jener, der ohne Ziel umherirrt.”

Ephraim Lessing hat sich bei seinen Fabeln explizit auf diejenigen des antiken griechischen Dichters Aesop berufen, der vermutlich im 6. Jahrhundert vor Christus lebte. Im Falle der im meinem Zitat verwendeten Fabel auf diejenige des Hasen und der Schildkröte.

Wie auch bei meinem weihnächtlichen Wochenzitat 51/16 verknüpfe ich damit auch in dieser Woche ein vorherrschendes aktuelles Empfinden – diesmal dasjenige der sich beschleunigenden Zeit – mit einem Zitat aus der Vergangenheit, wobei dieses nicht nur zwei Jahrhunderte, sondern gleich mehr als zwei Jahrtausende zurückblendet. Diese Rückblende zeigt auch dieses Mal, dass wir uns (und damit meine ich ausdrücklich die menschliche Gesellschaft in ihrer historischen Ausdehnung) in einer stetigen Auseinandersetzung mit einer sich verändernden Umgebung befinden. Was mich zur abschliessenden Jahresbemerkung veranlasst: Jede Generation hat das Gefühl – und wird dies auch weiterhin haben – dass die Zeit, in der sie lebt, sie über Gebühr fordert.

Mein Wunsch an Sie als Leser meiner Wochenzitate: Halten Sie mal inne, unterscheiden Sie bewusst Wichtiges von Dringendem – und setzen Sie sich Ziele, die Sie mit der Ihnen passenden Geschwindigkeit konsequent verfolgen können.

Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches 2017.

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